Archiv der Kategorie: Romane

Der Bergmann

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Soseki, Natsume :   Der Bergmann .  
Roman .   Hrsg.v. Klopfenstein, Eduard. Uebers.v. Hintereder-Emde, Franz .    240 S.   220.0 x 140.0 mm .
978-3-86124-920-7    
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GEB        26.00 EUR

Ein junger Mann flieht aus seinem wohlhabenden Elternhaus. Verzweifelt und lebensmüde sucht er eine Möglichkeit, aus der Welt zu verschwinden – und findet sie, indem er sich zur Arbeit in einem Bergwerk verpflichtet. Das harte Leben unter Tage erweist sich als Wendepunkt in seinem Leben. Noch vor James Joyce, Marcel Proust und William Faulkner beschreibt Natsume Soseki minutiös die Wahrnehmungen und Gedanken seines jugendlichen Antihelden. Was ist Identität? Worin besteht der eigene Charakter? Wer oder was trifft meine Entscheidungen?

Philipp Franz von Siebold

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1823 landet der Arzt Dr. Philipp Franz von Siebold aus Würzburg in Japan. Er soll nicht nur medizinische Kenntnisse bringen, sondern insgeheim ein wenig die Lage von Staat und Gesellschaft ausspionieren. Zu dieser Zeit dürfen nur Holländer auf der Insel Dejima im Hafen von Nagasaki Handel treiben, sodass er sich als Holländer ausgibt, um die Insel betreten zu können.

Die Männer dort müssen sich zu einem Leben mit wenig Abwechslung bequemen. Dazu gehören die japanischen Kurtisanen, die als einzige Frauen auf die Insel kommen dürfen. Auch Siebold hat eine „Frau auf Zeit“ in seinem Haus. Für ihn bleibt aber das wichtigste, seinen wissenschaftlichen Neigungen leben zu können.

Als Arzt begleitet er die Delegation des kaufmännischen Leiters der Faktorei über die Tokaido in die Hauptstadt des Reiches Edo (heute Tokyo).

Dort lernt er den greisen Maler Katsushika Hokusai kennen, der für die Holländer Malereien angefertigt hat. Hokusai zeigt ihm ein ganz anderes Japan. In langen Gesprächen öffnet ihm der Maler die Augen für die Schönheit der Natur, die für den jungen Mann bis dahin nur ein Objekt der Erforschung war. Dafür schenkt ihm Siebold die Farbe „Berliner Blau“, die Hokusai und nach ihm andere Maler begeistert und zur „blauen Periode“ der japanischen Holzschnittkunst führt.

Durch ihn erliegt Siebold der erotischen Verführung japanischer Holzschnitte und hat mit seiner „Frau auf Zeit“ im Jahr danach eine Tochter, die er bei seiner Abreise zurücklassen muss.

Hirner, Andrea :   Die blaue und die rote Seite des Lebens .  
Was Dr. Philipp Franz von Siebold von Meister Hokusai lernte .   1. Aufl.    356 S. – 19,0 x 12,5 cm
978-3-7375-4833-5    
epubli –
Pb        14.95 EUR

Zimmer frei in Nagasaki

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Faye, Éric :   Zimmer frei in Nagasaki .   
Roman .   Ausgezeichnet mit dem Grand prix du roman de L‘ Academie francaise 2010 .   Übersetzung: Deininger, Bettina .   unveränd. Ausg. .   2014 .   112 S.   205 mm .   
978-3-9814617-2-5    
 austernbank verlag 
GEB        16.90 EUR

Shimura Kobo wird stutzig, als Essen aus seinem Kühlschrank verschwindet. Mit List entdeckt er die Ursache. Dass er fast ein Jahr mit einer Unbekannten zusammengelebt haben soll, ohne es zu bemerken, trifft den Meteorologen wie ein Orkan. Das psychologische Porträt zweier Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten und die doch die gleiche Sehnsucht verbindet.
Éric Faye erhielt für diesen Roman den bedeutenden Literaturpreis Grand Prix de l Académie Française. Zum ersten Mal wird ein Werk des Schriftstellers ins Deutsche übersetzt.

Issa Kobayashi: Die letzten Tage meines Vaters

issaIssa, Kobayashi
DIE LETZTEN TAGE MEINES VATERS
Aus dem Japanischen übertragen sowie mit einer Einführung und Annotationen von G. S. Dombrady.
Das hier erstmals in deutscher Übertragung vorliegende „Sterbetagebuch“ des japanischen Dichters Issa (1763‒1827) zieht den europäischen Leser von Anfang in seinen Bann. Nach langen Jahren in der Fremde kehrt Issa in sein Elternhaus zurück, wo er, unter den Nachstellungen von Stiefmutter und Stiefbruder noch immer leidend, die letzten Tage seines so überaus geliebten Vaters erlebt. Das Tagebuch vollzieht in schnörkelloser, klarer und gleichwohl poetischer Sprache den durch die widrigen Familienverhältnisse gestörten Abschied von Vater und Sohn. Dabei werden, buddhistischem Denken zufolge, alle Atmosphären des Lebens ‒ Wetterumbrüche, Tierzeichen, Naturstadien ‒ zu gleichwertigen Momenten der inneren Teilnahme am Krankheitsverlauf, den der am Sterbelager sorgende, unermüdlich um das Leben des Vaters kämpfende Sohn mit seinen durch das drohende Ende des Pflegebedürftigen hellwach gewordenen Augen miterlebt. Die Abschiednahme von allem Lebendigen gerät in Issas zeitlos erscheinender Diktion zu einem Gleichnis für das sich dem Ende zuneigende Zeitalter. Die reiche Fülle des poetischen Materials wird dem Leser durch weit über hundert Anmerkungen, ein ausführliches Nachwort und eine detaillierte Bibliographie erschlossen, mit deren Hilfe der Japanologe G. S. Dombrady die ganze Breite der religiösen, literarischen und geographischen Anspielungen im Werk Issas aufschlüsselt. So wird die Lektüre für den mit asiatischem Denken nicht vertrauten Leser zu einem überraschenden, spektrenreichen Leseerlebnis von hohem poetischem Reiz, das ihn unmerklich in eine fremde Welt des Denkens und Fühlens einführt.
1985, 192 Seiten, Leinen
Allgemeine Reihe
ISBN 978-3-87162-003-4
15,00 EUR

Mein Blut ist das Blut eines anderen

Kinukawa, der unscheinbare Angestellte eines Bauunternehmens in einer japanischen Kleinstadt, wird Zeuge eines Übergriffs der Mafia. Der harmlose Mann rastet aus und richtet unter den Verbrechern ein Blutbad an. Nun gerät er zweifach ins Visier der Yakuza: Die einen jagen ihn, die anderen wollen ihn für ihre Organisation gewinnen. Auch Kinukawas Arbeitgeber scheinen tief in einem Sumpf von Korruption und Verbrechen zu waten. Wilde Kämpfe und Bandenkriege nehmen ihren Lauf.

Yasutaka, Tsutsui : Mein Blut ist das Blut eines anderen .

Thriller. MIt e. Nachw. v. Eduard Klopfenstein . Aus d. Japan. v . Otto Putz . japan edition 2006 . 224 S. 22 cm .

978-3-86124-902-3

– edition q –

GEB 22.00 EUR