Archiv der Kategorie: Kulturgeschichte

Paul Klee und der Ferne Osten

kleeEin wenig bekanntes, doch überaus interessantes Kapitel der interkontinentalen künstlerischen Auseinandersetzung behandelt die Ausstellung Paul Klee und der Ferne Osten, die 2013 im Zentrum Paul Klee Bern und 2014 im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen ist. Der reichhaltige Katalog dokumentiert sowohl Klees Beschäftigung mit fernöstlicher Kunst wie auch die Rezeption des Künstlers durch Kunstschaffende und Architekten im heutigen Japan. Dabei treten erstaunlich viele Facetten der gegenseitigen Inspiration zu Tage.
In direkter Gegenüberstellung zahlreicher Werke ist zu sehen, wie Klee von der japanischen Tuschmalerei beeinflusst war, wie er chinesische Gedichte bildnerisch umsetzte, wie seine kalligrafischen Werke und Arbeiten auf Japanpapier sowie seine Auseinandersetzung mit dem Buddhismus tief von fernöstlichen Wurzeln inspiriert waren. Aber auch der Befruchtung in umgekehrter Richtung sind reich illustrierte Kapitel gewidmet: von japanischen Gedichten, die durch Werke Paul Klees angeregt wurden, über den Niederschlag, den Klee-Figuren in japanischen Comics gefunden haben, bis hin zu Visualisierungen des weltbekannten Architekten Toyo Ito, die auf die Rezeption Klees zurückgehen.

 

Paul Klee und der Ferne Osten .  
Vom Japonismus zu Zen. Hrsg v. Zentrum Paul Klee, Zentrum u. Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, Köln .   Mitarb. v. Osamu Okuda u. Marie Kakinuma .   1. Aufl. .   2013 .   152 S.   m. 188 Farbabb. .   245 mm .
978-3-85881-373-2  
Scheidegger & Spiess
GEB        38.00 EUR  

Der Japonismus und die Geburt der Moderne

japonismusMit Kaiser Meiji begann 1868 die kulturelle Öffnung Japans gen Westen und japanische Farbholzschnitte fanden ihren Weg nach Europa. Westliche Künstler wie Édouard Manet, Claude Monet, Vincent van Gogh und Paul Gauguin griffen die exotischen Japonismen begeistert auf. Der Band zeigt ihre Werke ebenso wie die kostbaren Keramiken, Lack-, Elfenbein- und Metallarbeiten der Meiji-Zeit aus der weltbedeutenden privaten Kunstsammlung von David Khalili.

 

Der Japonismus und die Geburt der Moderne .  
Die Kunst der Meiji-Zeit. Die Khalili-Sammlung .   Herausgegeben von Irvine, Gregory .   2014 .   240 S.   m. 220 Farb- u. SW-Abb. .   335 mm .
978-3-86502-334-6    
Seemann
(früher EUR 68.00)

jetzt EUR 29,95

Die Tricks eines Schauspielers

Wie soll sich ein Schauspieler auf eine Aufführung vorbereiten? Kann er sich auf seinen Körper verlassen? Wie befreit er sich von geistigen oder emotionalen Fesseln? Wie schafft er eine lebensechte Theatersituation auf der Bühne? Mit welchen Tricks kann er die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf etwas lenken?Das Buch liefert Hilfestellungen, Hinweise und praktische Übungen, die aus dem reichen Erfahrungsschatz des japanischen Schauspielers und Regisseurs stammen. Dabei werden auch unterschiedlichste Aspekte der japanischen Ausbildung und Kultur kommentiert. Interpretationen und ergänzende Beschreibungen liefert Co-Autorin Lorna Marshall, die Oidas Arbeit seit vielen Jahren begleitet.Daneben enthält der Band ein Kapitel über Ausbildung und Training sowie praktische Übungen, die aus Oidas Workshops stammen.

Oida, Yoshi ; Marshall, Lorna : Die Tricks eines Schauspielers .

Mit e. Vorw. v. Peter Brook . 2009 . 166 S. 19,5 cm .

978-3-89581-201-9

– Alexander Verlag –

KT 16.99 EUR

Zwischen den Welten

„Und darin liegt der Reiz dieses Textes: teils Memoiren, teils Blick ins Nähkästchen, nicht nur in das des Schauspielers, nein, in das eines Menschen, der über sieben kulturelle Brücken gegangen ist, mindestens.“(Radio Bremen Büchermagazin, 28. November 1993)

„Es dürfte kein Schauspieler mehr herumlaufen, ohne dieses Buch gelesen zu haben: Pflichtlektüre! Kaum ein Werk, das so fundierte, wichtige und weiterführende Gedanken über das Wesen des Schauspielers und der Schauspielkunst formuliert.“ (Bücherpick, August 1994)

Autorenportrait

Yoshi Oida, geboren in Kobe, kam nach seiner Schauspielausbildung in Japan 1968 auf Einladung von Jean-Louis Barrault nach Paris, um dort mit Peter Brook zu arbeiten, bei dessen meisten Inszenierungen er seitdem dabei war. Seit 1979 inszeniert Oida auch selbst.

Oida, Yoshi : .

Vorw. v. Peter Brook . 4. Aufl. . 2006 . 251 S. m. Fotos. . 19,5 cm .

978-3-923854-59-2

– Alexander Verlag –

KT 19.90 EUR