Archiv der Kategorie: Münchner Stadtteilbücher

Von Asam bis Zrenner

Der Schildermaler Karl Blaschke hat in den Wirtschaftswunderjahren mit seinen Schildern den Auftritt zahlreicher Münchner Einzelhändler und das Erscheinungsbild der gesamten Innenstadt über mehrere Jahrzehnte hinweg gesprägt. Im Zuge des Wiederaufbaus in der Nachkriegszeit bestand ein großer Bedarf nach Schildern aller Art. Vor allem der Einzelhandel legte angesichts des Wirtschaftswachstums der 1950er Jahre großen Wert auf eine repräsentative Ladenbeschilderung. Wie kein zweites Unternehmen schaffte es Blaschke in diesem Umfeld, das Bild der Münchner-Innenstadt zu prägen. Der kleine „Blaschke“-Schriftzug, den er jeweils unter seine Werke setzte, war nicht nur eine Urheberangabe, sondern in erster Linie ein Gütesiegel. Nicht zuletzt aufgrund der besonderen Qualität von Blaschkes Schildern galt für ihn: „Er war nicht der Billigste, aber der Beste!“
Linke, Oliver :   Von Asam bis Zrenner .   From Asam to Zrenner .  
Auf den Spuren des Münchner Schildermalers Karl Blaschke / Tracing the Legacy of the Munich Sign Painter Karl Blaschke .   Text deutsch-englisch .   Mit Beitr. v. Feilke, Ramona; Gläßel, Linus; Haas, Wolfgang u. a. .   Fotos v. Avak, Catherine; Bundscherer, Michael; Kreuzer, Manuel u. a. .   2013 .   Sprache: Deutsch.  180 S.   m. Fotos .   125 x 210 mm .
978-3-944334-08-0
Dreesbach
KT        19.80 EUR

Münchner Palais

palais
Konstantin Köppelmann und Dietlind Pedarnig stellen die Münchner Palais erstmalig in einen bis heute fehlenden Gesamtkontext. Durch umfangreiches Bildmaterial, Rekonstruktionszeichnungen und Lagepläne lassen sie nicht nur die Architektur der „Paläste“ lebendig werden, sondern auch die wechselhaften Biografien ihrer Bewohner, die im politischen und kulturellen Leben der Stadt oft schillernde Rollen einnahmen.Die Münchner Palais zählten vor dem Zweiten Weltkrieg zu den Architekturjuwelen Deutschlands. Klangvolle Namen wie Henrico Zuccalli, François de Cuvilliés, Jean Baptiste Métivier oder Leo von Klenze standen für höchstes baumeisterliches Handwerk und prachtvolle Ausstattungskunst. Doch nur wenige Gebäude haben die Bombenangriffe zwischen 1940 und 1945 unbeschadet überlebt. Die meisten wurden – schwer zerstört – in der Phase der Schuttbeseitigung und des Wiederaufbaus in den Nachkriegsjahren ganz beseitigt. Der vorliegende Band dokumentiert erstmals adeliges Bauen in München vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Anhand umfangreichen Bild- und Quellenmaterials gelingt es den Autoren, den ursprünglichen und den heutigen Bestand aufzuzeigen. In 54 ausführlichen Einzelporträts stellen sie damit ein Stück Münchner Architekturgeschichte in den Kontext der politischen und sozialen Zeitläufe und lassen nicht nur die Palais, sondern auch deren Bewohner wieder lebendig werden.
Pedarnig, Dietlind ; Köppelmann, Konstantin :   Münchner Palais .  
1. Aufl. .   2016 .   Sprache: Deutsch.  792 S.   308 mm .
978-3-86906-820-6    
BUCH & media –  ;  – Allitera Verlag
GEB        78.00 EUR  

Au. Reiseführer für Münchner

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Die Au – über Jahrhunderte das Gegenmodell zur mächtigen, geordneten und unnahbaren Residenzstadt München. Die Arbeitskräfte aus der Au wurden gebraucht, wirklich erwünscht waren sie nicht. Und im Armenhaus der Stadt entwickelte sich ein eigenes Völkchen aus Landflüchtlingen, einfachen Handwerkern und Lebenskünstlern. Erst mit der lange hinaus geschobenen und dann doch nicht mehr vermeidbaren Eingemeindung begann eine langsame und beschwerliche Annäherung.
Die alte Au mit ihren Herbergshäusern und „malerischen“ – tatsächlich armseligen Motiven gibt es nicht mehr. Aber bis heute hat sich die Au manches von ihrem Charme bewahrt, auch wenn der Stolz von der Au nicht mehr ganz so hell glänzt.

Schiermeier, Franz :   Au .  
Reiseführer für Münchner .   2016 .   Sprache: Deutsch.  200 S.   m. Ktn. u. Fotos .   21 cm .
978-3-943866-17-9 
Schiermeier
KT        16.90 EUR

Münchens schönste Biergärten

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Wußten Sie, dass die Hefe auf bairisch Hepfen heißt und a Hepfn zudem gleichbedeutend mit Rausch und Gaudi ist? Das direkte Verhältnis von Bier und Spaß wurde in München noch nie bestritten, aber wenn es um die Nutzung der Biergärten geht, wird es hierzulande seltsam langweilig. Der Münchener und die Münchnerin kennen meist nur drei Biergärten: den in der Nähe, den in der Nähe des besten Freundes und den beim Arbeitsplatz. Gehört hat man natürlich schon, dass es da noch mehr Biergärten gibt, aber so genau muss man es dann doch nicht wissen. Wir schon. Das Zefix-Autorenteam hat sich auf eine Rundreise begeben und die schönsten Münchner Biergärten besucht. Wie es sich für Zefix gehört, ist dabei neben schönen Fotos und nützlichen Anregungen auch sinnfreier Mehrwert entstanden: Die amouröse Verfolgungsjagd
eines jungen Paares, die sich durch alle Biergärten zieht, und dazu einlädt, es den beiden gleichzutun. Vielleicht verliebt sich ja der Leser dabei. Und wenn es nur ein neuer Biergarten ist.
Autorenportrait

Ono Mothwurf wurde 1963 in Oberösterreich geboren. Er studierte an der Fachschule für Wirtschaftswerbung in Wien, arbeitete als Redakteur beim SURF-Magazin und als Texter für verschiedene Werbeagenturen. Ono Mothwurf ist Mitglied im Art Directors Club Deutschland. Heute lebt er als freier Texter mit seiner Frau und drei Söhnen im Speckgürtel Münchens.
Bolle, Martin ; Mothwurf, Ono ; Keller, Markus :   Zeifx! Münchens schönste Biergärten .  
Eine Liebesgeschichte .   1. Aufl. .   2016 .   352 S.   m. zahlr. farb. Fotos .   21 cm .
978-3-86497-288-1     
Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
GEB        19.90 EUR

 

Pasing

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Von einem ländlich geprägten Dorf hin zu einer mittelbaren Stadt: Bis ins 20. Jahrhundert stand die Geschichte Pasings im Zeichen von Wachstum und Erfolg. Zwar folgte der Zwangseingemeindung nach München im Jahr 1938 der Verlust der Eigenständigkeit, doch ist Pasing bis heute ein selbstbewusster Stadtteil geblieben, in dem die Spuren seiner vielseitigen Geschichte noch immer lebendig sind.
Bilder von Pasing in größerer Zahl gibt es erst seit 1900, als die Ansichtskarte ihr Goldenes Zeitalter“ erlebte. Bernhard Möllmann hat tausend Postkarten zusammengetragen und eine Auswahl, ergänzt durch Fotografien, Grafiken und geschichtliche Erläuterungen, zu einem Rundgang geordnet. Die historischen Darstellungen zeigen überraschend attraktive Aspekte des Dorfes, der Stadt und des heutigen Stadtteils Pasing.

Möllmann, Bernhard :   Pasing .  
Vom Dorf zur Stadt zum Stadtteil .   2016 .   200 S.   m. zahlr. Abb. .   215 x 240 mm .   978-3-86222-173-8
Volk, München
GEB        29.90 EUR

 

Amis in Giesing

amis in giesing

Die Amis in Giesing 1945-1992:
Ein halbes Jahrhundert Münchner Lebensalltag
Sie brachten Schokolade, Coca-Cola und Demokratie: Die US-Amerikaner marschierten Ende April 1945 als Besatzer in München ein und übernahmen die Herrschaft. Mit ihrer Demokratisierungs- und Entnazifizierungspolitik begleiteten sie die Deutschen auf ihrem Weg zum eigenen Staatswesen und die Münchner auf dem Weg von der Hauptstadt der Bewegung zur Weltstadt mit Herz . Erst 1992 zogen die letzten amerikanischen Soldaten ab.
Die Einrichtungen der US-Army prägten ein halbes Jahrhundert lang den Münchner Lebensalltag. Schon bald nach Kriegsende wurde die vormalige Reichszeugmeisterei an der Tegernseer Landstraße als McGraw-Kaserne zum Sitz der US-Militärregierung. Hier gab es auch Sportanlagen, Vergnügungsstätten und die University of Maryland. Zahlreiche weitere Gebäude entstanden im Little America am Perlacher Forst und in Ramersdorf: vom Kindergarten bis zum Kino.
Trotz der fast fünfzigjährigen, nahezu selbstverständlichen Anwesenheit der Amerikaner verblasst die Erinnerung an diesen Zeitabschnitt zusehends. Ein Ausstellungs- und Buchprojekt will die Erinnerung an die Amis in München wach halten.
Karl, Willibald ; Pohl, Karin :   Amis in Giesing .  
München 1945-1992 .   2012 .   228 S.   mit zahlreichen farbigen Abbildungen .   241 mm .
978-3-86222-099-1
Volk, München
KT        19.90 EUR

Amis in Bogenhausen

amis in bogenhausen

Erst die Enteignung jüdischer Villen während der NS-Zeit, dann schon 1940 erste Bombenangriffe, schließlich der Einmarsch der Amerikaner und das Kriegsende. Es folgten Beschlagnahmungen für Einrichtungen der US-Streitkräfte und für Organisationen, die „Displaced Persons“ unterstützten. Die Möhlstraße als Brennpunkt des Schwarzmarkts. Ein amerikanisches Kaufhaus in der Prinzregentenstraße, Reeducation-Programme in Bogenhauser Villen, „Ami-Sender“ und Wohnsiedlungen nach amerikanischem Vorbild.
In der Nachkriegszeit und noch weit darüber hinaus wurden die langen Schatten von Deutschlands brauner Vergangenheit verdrängt. Erst in den letzten Jahren ist diese Zeitspanne in den Blick differenzierter geschichtlicher Darstellungen geraten und eine neue Erinnerungskultur entstanden. Gleichzeitig stirbt die Generation der Zeitzeugen, die die NS-Zeit, den Zweiten Weltkrieg und die unmittelbare Nachkriegszeit bewusst miterlebt hat, langsam aber unaufhaltsam aus.
Für das Buch „Amis in Bogenhausen“, das als vierter Band der „Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten“ erscheint, wurden jetzt unter der Federführung der Historiker Karin Pohl und Willibald Karl Zeitzeugen befragt und Archive durchforstet. Es entsteht ein lebendiges und facettenreiches Bild von Bogenhausen in den ersten Nachkriegsjahren, nicht zuletzt dank der zahlreichen, zum Teil bislang unveröffentlichten Bilder.

Karl, Willibald ; Pohl, Karin :   Amis in Bogenhausen .  
München 1945 – 1992 .   Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten   Bd.4 . 2015 .   132 S.   mit zahlreichen, teils bislang unveröffentlichten historischen Abbildungen .   21 x 24 cm .   Englisch Broschur .
978-3-86222-198-1 
Volk, München
KT        17.90 EUR

Mauern, Tore, Bastionen

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Schon die erste urkundlich erwähnte Siedlung „Munichen“ im 12. Jahrhundert war mit einer Befestigung umgeben. Sie zeichnet sich im heutigen Stadtbild ebenso ab wie ihre späteren Erweiterungen und Verstärkungen. Im Lauf der Jahrhunderte jedoch wurden einzelne Stadttore und Wehrtürme verändert, überbaut oder auch ganz abgebrochen. Mit der Aufgabe der Befestigung Münchens im Jahr 1791 verschwanden nicht nur die mittelalterlichen Stadtmauern, sondern auch die barocken Bastionen. War bis zum Zweiten Weltkrieg noch relativ viel originale Substanz der einstigen Münchner Befestigungsanlagen erhalten, so ist heute davon nur noch wenig zu sehen.
Brigitte Huber rekonstruiert anhand reichen Bildmaterials aus den Sammlungen des Historischen Vereins von Oberbayern, des Stadtarchivs München und des Münchner Stadtmuseums die Entwicklung und den Verlauf der Stadtbefestigungen. Sie schildert die Anlage und die Veränderungen der Stadttore und benennt die zahlreichen Wehrtürme. Anschauliches Kartenmaterial hilft bei der Lokalisierung nicht mehr existenter Bausubstanz.

 

Huber, Brigitte :   Mauern, Tore, Bastionen .  
München und seine Befestigungen .   2015 .   168 S.   m. zahlr. Abb. .   21,5 x 24 cm .
978-3-86222-182-0 
Volk, München
GEB        29.90 EUR

Wiedersehen mit Haidhausen

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Haidhausen, gerade einmal zwei S-Bahn-Stationen vom Münchner Marienplatz entfernt, hatte immer schon einen unverwechselbaren Charakter. Bis weit in die Nachkriegszeit galt es als Glasscherbenviertel: Kleine Handwerksbetriebe, rußgeschwärzte Fassaden und ärmliche Hinterhöfe prägten das Straßenbild. Kaum zu glauben, dass Haidhausen sich innerhalb weniger Jahrzehnte so rasant verändert hat. Das sogenannte Franzosenviertel zwischen Orleansplatz und Innerer Wienerstraße gibt es natürlich auch heute noch, aber kaum etwas erinnert noch an das Haidhausen von einst. Erst entdeckten Künstler und Studenten das Viertel, dann nahm es eine neue, wohlhabende Generation in Besitz. Wer weiß heute noch, wo genau der Bürgerbräukeller stand? Wer erinnert sich an die kleinen Kramerläden, die Metzger, die Polsterer und die Eckkneipen, die alle der Verschönerung des Viertels weichen mussten?
In diesem Buch wird das Haidhausen der 1970er Jahre wieder lebendig. Sabine Jörg wirft einen poetischen Blick auf das Franzosenviertel, auf die Menschen und ihre Lebenswelten. In kurzen Episoden
gibt sie den Haidhausern eine Stimme, denen sie hier begegnet ist.

Jörg, Sabine :   Wiedersehen mit Haidhausen .  
Ein Münchner Viertel in den 70er Jahren .   2015 .   120 S.   mit zahlreichen historischen Abbildungen .   217 x 243 mm .   Englische Broschur .
978-3-86222-189-9
Volk, München
KT        14.90 EUR  

Schwabing

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Das Selbstbewusstsein des Münchner Stadtteils Schwabing kommt nicht von ungefähr: Mit der namentlichen Erwähnung in einer Urkunde aus dem 8. Jahrhundert ist Schwabing gut vier Jahrhunderte älter als sein langjähriger Konkurrent München. Bis zur Eingemeindung im Jahr 1890 legte das beständig wachsende Schwabing einen beeindruckenden Weg zurück – vom Bauerndorf zur stolzen Stadt.
Für die expandierende Großstadt München wurden die Schwabinger Freiflächen um 1900 zur Spielwiese renommierter Architekten und Stadtplaner. Östlich der Leopoldstraße entstanden prächtige Villen und herrschaftliche Wohnensembles. Heute haftet Schwabing als wohl bekanntestem Stadtteil Münchens noch immer der Ruf der Bohème an, die den Mythos des Künstlerviertels um die Jahrhundertwende begründete.
Der Leiter des Stadtarchivs München Dr. Michael Stephan und der Historiker Dr. Willibald Karl laden ein ins alte Schwabing und präsentieren dabei dessen Entwicklungsgeschichte vom Dorf zum pulsierenden Stadtteil anhand historischer Aufnahmen. Das exzellente, zum Großteil bislang unveröffentlichte Bildmaterial aus den Beständen des Stadtarchivs München ermöglicht faszinierende Einblicke ins alte Schwabing und in die Lebenswelt seiner Bewohner.
Stephan, Michael ; Karl, Willibald :   Schwabing .  
Hrsg.: Stadtarchiv München .   Zeitreise ins alte München   2015 .   216 S.   mit zahlreichen hochwertigen historischen Abbildungen .   24 cm .
978-3-937200-77-4  
Volk, München
GEB        24.90 EUR